Bewohnervertretungen in Alten- und Pflegeheimen (früher Heimbeiräte)

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Edith Roppel (links) bei einem ihrer vielen Besuche
im Liebfrauenhaus
(Artikel u. Foto Jasmin Welker in der
► NN vom 3. März 2011)
 Kontakt
Seniorenbeirat
Hans Münck,
Edith Roppel,
Werner Zimmermann
Hintere Gasse 32
91074 Herzogenaurach
Tel.: +49 (9132) 73 71 68
eMail: seniorenbeirat@herzovision.de
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am Donnerstag
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und nach Vereinbarung
(an Feiertagen geschlossen)

Bewohnervertretung - wer oder was ist das?

Die Bewohnervertretung ist die Interessenvertretung von Bewohnern gegenüber der Heimleitung und dem Heimträger.
Die Bewohnervertretung wird für 2 Jahre in geheimer Wahl gewählt.
Wählbar sind:

  1. Bewohner des Hauses.
  2. Deren Angehörige; sie müssen jedoch das volle Vertrauen der Bewohner haben.
  3. Mitglieder der örtlichen Seniorenvertretungen.
  4. Von der Heimaufsicht vorgeschlagene Personen.

Pflegeheime mit 100 Bewohnern und mehr müssen eine Bewohnervertretung mit mindestens 5 Mitgliedern wählen.
Das Wahlergebnis muss veröffentlicht werden.
Der Heimaufsicht muss das Wahlergebnis mitgeteilt werden.
 

Kann in einem Heim keine Bewohnervertretung gewählt werden, wird in den meisten Fällen von der Heimaufsicht ein Heimfürsprecher bestellt.

Welche Rechte hat die Bewohnervertretung?

Bewohnervertreter und Heimfürsprecher haben ein Mitwirkungsrecht, aber kein direktes Mitbestimmungsrecht.  

Welche Aufgaben und Befugnisse hat die Bewohnervertretung?

Die Bewohnervertretung ist Vermittler und Bindeglied zwischen Heimleitung und Bewohner. Sie ist bei allen Entscheidungen einzuschalten, bei denen ein Mitspracherecht besteht. Heimträger und Heimleitung sind verpflichtet, die Bewohnervertretung vor ihren Entscheidungen anzuhören.
 

Die Mitwirkung erstreckt sich auf folgende Aufgaben:

  • Sie kann zu Maßnahmen des Heimbetriebes im Sinne der Bewohner Anträge stellen.
  • Sie muss Anregungen oder Beschwerden von Bewohnern entgegen-nehmen und durch Verhandlungen mit der Heimleitung eine Lösung anstreben.
  • Sie hat das Einleben von neuen Bewohnern zu fördern. 

Bei welchen Entscheidungen wirkt die Bewohnervertretung mit?

  • Aufstellung oder Änderung der Musterverträge für Bewohner und die Heimordnung.
  • Maßnahmen zur Unfallverhütung.
  • Änderung des Heimentgeltes.
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen (auch extern).
  • Alltags- und Freizeitgestaltung im Heim.
  • Bei Unterkunft, Betreuung und Verpflegung.
  • Erweiterung, Einschränkung oder Einstellung des Heimbetriebes.
  • Zusammenschluss mit anderen Heimen.
  • Änderung der Art und des Zwecks des Heimes oder einzelner Teile des Heimes.
  • Umfassende bauliche Veränderung oder Instandsetzung im Heim.
  • Maßnahmen zur Förderung der Betreuungsqualität.
  • Leistungs-, Qualitäts-, Prüfungs- und Vergütungsvereinbarungen mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern.

Da die Bewohnervertretung die Belange und Interessen der Bewohner zu vertreten hat, muss sie deren Wünsche und Vorstellungen kennen. Ein Forum des Informations- und Meinungsaustausches ist die jährlich abzuhaltende Bewohnerversammlung. Um mit den Bewohnern ständig in Verbindung zu bleiben und ihnen Gelegenheit zu geben sich zu äußern, ist es notwendig, regelmäßig eine Sprechstunde einzurichten.

Sitzungen der Bewohnervertretung

Die Sitzungen der Bewohnervertretung sind nicht öffentlich. 

Mitglieder der Bewohnervertretung und eingeladene Personen unterliegen einer absoluten Schweigepflicht.

Wie werden die Mitwirkungsrechte in die Praxis umgesetzt?

Das Wohnen in einer Gemeinschaft kann nur dann harmonisch verlaufen, wenn alle, die am Heimgeschehen mitwirken, verständnis- und vertrauensvoll miteinander umgehen. Diese Partnerschaft kann nur Wirklichkeit werden, wenn die Bewohnervertretung durch umfassende und rechtzeitige Informationen in die Meinungsbildung des Heimträgers eingebunden und nach Möglichkeit fachlich beraten wird.
 

Heimträger und Heimleitung sind deshalb verpflichtet, die Bewohnervertretung frühzeitig über geplante Maßnahmen zu unterrichten, dass sie genügend Zeit und Gelegenheit hat, sich über die geplanten Maßnahmen ein  Urteil zu bilden und ihre Auffassung ausreichend darlegen zu können.
  

Weitere Fragen zur Bewohnervertretung (Heimbeirat) beantwortet Ihnen gerne Ihr Seniorenbeirat und die Mitglieder des HerzoSeniorenbüros.
 

Zwei exemplarische Beiträge zum Thema "Bewohnervertretungen in Alten- und Pflegeheimen"
 

"Nordbayerischen Nachrichten":
► 10. Februar 2010 - Angstglocke muss weg
 

"Kursana Domizil Herzogenaurach - Kursana Magazin":
► Sommer|Herbst 2011 
(PDF-Datei - Seite 17 und 18 - Heimbeiräte in Herzogenaurach)
 
 


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